Der Begriff Turnaround Management wird oft mit der Rettung von Unternehmen in schwierigen Situationen verbunden. Doch in der Praxis geht es um weit mehr: Eine strategische Standortbestimmung kann auch für gesunde Unternehmen entscheidend sein – insbesondere dann, wenn ein Verkauf oder eine Übergabe ansteht.
Standortbestimmung: Wo steht Ihr Unternehmen wirklich?
Auch wenn ein Unternehmen erfolgreich läuft, lohnt es sich, regelmässig die Grundlagen zu überprüfen: Prozesse, Kostenstrukturen, Rentabilität und Marktposition. So werden nicht nur Risiken frühzeitig erkannt, sondern auch Chancen für eine Wertsteigerung sichtbar. Diese Klarheit ist besonders wertvoll, wenn ein Verkauf oder eine Nachfolgeregelung geplant ist.
Den Verkauf rechtzeitig planen
Ein wesentlicher Faktor beim Unternehmensverkauf ist der EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Er bildet die Basis für die Preisfindung. Wer frühzeitig plant, hat die Möglichkeit, diesen Wert zu stabilisieren und gezielt zu steigern – und erhöht so den Verkaufspreis erheblich. Erfahrung zeigt: Unternehmen, die ihre Übergabe rechtzeitig vorbereiten, erzielen bessere Ergebnisse und können die Nachfolge in geordneten Bahnen gestalten.
Weitergabe an die nächste Generation
Die Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie bringt neben betriebswirtschaftlichen auch emotionale Fragen mit sich. Unterschiedliche Vorstellungen zwischen Generationen sind keine Seltenheit: Soll das Unternehmen in derselben Form weitergeführt werden? Oder sind Anpassungen nötig? Hier ist es hilfreich, neutrale Experten einzubeziehen, die zwischen den Interessen vermitteln und für eine harmonisierte Lösung sorgen.
Fazit
Turnaround Management bedeutet nicht nur Krisenbewältigung, sondern vor allem vorausschauende Planung. Ob für den Verkauf oder die Weitergabe an die nächste Generation – eine frühzeitige Standortbestimmung schafft Klarheit, steigert den Unternehmenswert und sorgt dafür, dass die Nachfolge zum Erfolg wird.